Bis zum Jahr 2035 strebt der Landkreis Starnberg die Vollversorgung mit erneuerbaren Energien an. Bisher konzentrierten sich die Anstrengungen auf die Bereiche Strom und Wärme. Der Verkehr mit einem Anteil von über 30 Prozent am Energieverbrauch im Landkreis ist bei der Umsetzung der Energiewende aus dem Blickfeld geraten. Elektrofahrzeuge sollen in Zukunft auf den Straßen eine wichtige Rolle spielen. Zwei Tage lang hatte Tim Weidner, Fraktionsvorsitzender der SPD im Starnberger Kreistag, die Gelegenheit, den neuen Opel „Ampera“ auf seine Alltagstauglichkeit zu testen. Opel bezeichnet seinen „Ampera“ als „das erste Fahrzeug mit permanenten Elektroantrieb in Europa“. Tatsächlich ist das Fahrzeug ein Elektroauto mit eigenem Stromgenerator für den Bedarfsfall.

Beim Praxistest im Winter war die Kapazität der vollgeladenen Batterie nach 46 km erschöpft. In diesem Augenblick springt automatisch der benzingetriebene Stromgenerator an, der die Reichweite um weitere ca. 450 km verlängert. Damit ist nach Weidners Auffassung eine „sehr flexible Mobilitätslösung erreicht“. Ein großer Teil der Alltagsfahrten kann alleine mit dem Elektroantrieb durchgeführt werden ohne dass die Gefahr besteht, mit leerem Akku liegen zu bleiben. Die eingesetzte Energie wird bei stromgetriebe-nen Autos effektiver genutzt als bei Fahrzeugen mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Zudem stoßen sie beim Fahren keine Abgase aus. „Fahrverhalten, Dynamik und Komfort sind beeindruckend“, so der SPD-Politiker nach seinen Fahrten zur Arbeit und zu verschiedenen Stadt- und Kreisratsterminen im Laufe eines Tages.
Allerdings kostet das Aufladen der Batterie Zeit. Der „Ampera“ kann an der heimischen 230-Volt-Steckdose in rund sieben Stunden aufgeladen werden. Elektroautos werden als umweltfreundlich betrachtet. Voraussetzung aber ist, dass die Fahrzeuge in Zukunft allein mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden.
Weidner’s Fazit: „Wir brauchen auch im Landkreis Starnberg eine breite politische Diskussion, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann und muss. Nur mit einem verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort wird man der E-Mobilität zu einem ökonomischen und ökologischen Durchbruch verhelfen.“
Nach den Vorstellungen der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland zugelassen sein. Ende 2011 gab es ca. 4500 reine E-Autos und ca. 50 000 Hybrid-Autos bei rund 42 Millionen gemeldeter PKW’s. Nach verschie-denen Umfragen wären zwischen 30 und 70 Prozent der Bundesbürger bereit, ein Elektroauto zu kaufen. Voraussetzung dafür ist, dass es nicht viel teurer als ein Auto mit Verbrennungsmotor ist und den gleichen Komfort bietet.

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